F inis coronat opus Das Ende krönt das Werk

        örderverein

       ronfeste 

        Bischofswerda e.V.

Die Fronfeste zu Bischofswerda -so titelt Hans Volkmann 1935  seinen Artikel im ..Sächsischen Erzähler" _Aus seinen akribischen  Darlegungen nun einiges zur Geschichte des Gebäudekomplexes.  Zum Bauwerk gehörten der Turm, das Wohnhaus des Gerichtsfrons  und ein angebauter Schuppen. Der Turm war Bestandteil der  Stadtmauer, und als solcher wurde er Dresdner Turm genannt, weil  er am Dresdner Tor stand. Er war der einzige Mauerturm der Stadt  und ist wahrscheinlich schon im 14. Jahrhundert erbaut. Ob er schon 1286 mit der Stadtmauer er-  baut wurde, ist sehr unsicher. Fest steht, dass der Turm im unteren Teil aus Stein und im oberen  Teil aus Holz war. Er hatte eine Gesamthöhe von 41,35 Metern. Der  Mittelteil, ein doppeltes Achteck maß 16,43 Meter, darauf saß die  Turmspitze, bestehend aus zwei Segmenten, mit Metallspitze Kugel  und Wetterfahne. 1753 erfuhr der Turm eine Grunderneuerung im  hölzernen Teil. Im Turm waren der Marterkeller und in drei  Stockwerken darüber Gefängniszellen untergebracht. Der Fronvogt  war der Gefängniswärter. Auch die Stadtpolizei hatte im Komplex ihr  Domizil. 1813, beim großen Bischofswerdaer Stadtbrand, fiel der  Turm mit seinem HoIzaufbau den Flammen zum Opfer. Man  verzichtete auf dessen Wiederherstellung, teils aus Kostengründen,  teils aus Gründen der Brandgefahr. Auf den Steinsockel setzte man  ein Walmdach, gab ihm eine MetalIspitze mit Kugel und  Wettelfahne. Bis zum Bau des Arrestgebäudes an der Kirchstraße  im Jahre 1859 diente der Turmbau als Stadtgefängnis. Die in Akten  zu findenden Turmbezeichnungen sind vielfältig. Man spricht vom  "Büttelturm", vom "Dresdner Turm", vom ..Stockhaus" , wobei man  da Turm und Haus als Ganzes meint und von der "Fronfeste". Diese  Benennung trifft den Zweck am besten, war der Turm doch Teil der  Stadtbefestigung und Gefängnis. Der Turm, wie wir ihn kennen ist also nicht älter als die  Grundsubstanz vieler Häuser der in der Innenstadt Doch die  unbehauenen Steine des Eingangs Zum Keller lassen darauf  schließen, dass diese seit dem Jahr 1286 dort zu finden sind  Insofern stimmt es: die Fronfeste ist  eines der ältesten Gebäude  und gehört zur Stadtgeschichte sie muss späteren Generationen  erhalten bleiben. • Literatur: H. Volkmann.• Die Fronfeste zu Bischofswerda"  Sonntagsbeilage Sächsischer Erzähler" Nr. 15, 16 ;1935
Home Über uns Aktuelles Mitgliedschaft Spenden Shop Kontakt Home